web 2.0 - Techniken
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"Vom Web 2.0 zur Anwendungsplattform: Nichts geht mehr ohne das Internet, sei es bei Büroapplikationen, modularen Betriebssystemen oder in der Unterhaltung. Genug Leistung liefern die Netze ebenso wie die Computer, die mit neuen Architekturen stromsparend, schnell und sicher zu Werke gehen. (...) Auch Revolutionäre kommen in die Jahre, und was im vergangenen Jahr noch als Web 2.0 und Triple Play die CeBIT-Besucher anlockte (oder manches Mal auch ärgerte), ist heute Big Business. |
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Die Großen des Internetgeschäfts wie Google oder Yahoo verleiben sich eine
Social-Networking-Site nach der anderen ein, klassische Medienverlage wie
Holtzbrinck wollen nicht hintan stehen und schlagen bei deutschen
Web-2.0-Startups zu.
Die Telekom vermarktet eifrig VDSL und T-Home und zieht eine ganze Branche
mit ins Triple-Play-Boot.
Und tatsächlich: Nichts geht mehr ohne! Das Internet, von dem lange schon
behauptet wurde, es lasse sich aus der modernen Welt nicht mehr wegdenken,
entwickelt sich weit über die klassischen Webserver, Online-Shops,
E-Mail-Anbieter und selbst Web-2.0-Klassiker wie YouTube hinaus. (...)
Die Web-2.0-Welle, 2006 so richtig in Fahrt gekommen, ist zudem noch lange
nicht ausgelaufen." *
Definition: Web 2.0 / Beispiele
Laut Wikipedia ist das Web 2.0 "(...) ein unscharf umrissener Oberbegriff für die Beschreibung einer Reihe interaktiver Techniken und Dienste des Internets." *1
Web 2.0 ist auch keine tatsächlich existierende Version, sondern ein
Begriff, der Techniken in Kombination vereint:
- Ajax (Asynchrounus JavaScript and XML) - Beispiel:
Wochentag-Eingabe:
(Geben Sie die hier ersten zwei Buchstaben eines Wochentages ein, ... .) - RSS-Feed - Beispiel: Siehe rechts: rss-news (von editorix,
golem & heise)
- Wiki - Bekanntestes Beispiel: wikipedia.org
- Foren - Beispiel: Reiseforum: reise-preise.de
- Blog (Abkürzung von Weblog; = Web + Log (von Login)) Beispiel:
Tourismus-Blog: tourismus.planet-ic.de
- Und weitere. Dazu noch ein Beispiel: Die Tag-Wolke.
Diese werden häufig für manipulative Zwecke genutzt, was man hier auch optisch leicht erkennen kann. (Vgl. dazu: Vor- und Nachteile des Web 2.0 - die beiden anschließenden Absätze.)
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- Tim O'Reilly nennt dazu folgende, beispielhafte Entwicklungen:
*2
| Web 1.0 |
Web 2.0 |
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|---|---|---|
| DoubleClick | --> | Google AdSense |
| Ofoto | --> | Flickr |
| Akamai | --> | BitTorrent |
| mp3.com | --> | Napster |
| Britannica Online | --> | Wikipedia |
| personal websites | --> | blogging |
| evite | --> | upcoming.org and EVDB |
| domain name speculation | --> | search engine optimization |
| page views | --> | cost per click |
| screen scraping | --> | web services |
| publishing | --> | participation |
| content management systems | --> | wikis |
| directories (taxonomy) | --> | tagging ("folksonomy") |
| stickiness | --> | syndication |
Vorteile des Web 2.0
Das Netz wird durch die genannten Techniken ...
- interaktiver und
- benutzerfreundlicher.
Nachteile des Web 2.0
Dadurch, dass Nutzer - der Web 2.0-Technologien - selbst Inhalte
beisteuern können, ist es auf der einen Seite von Vorteil, dass Artikel nicht
mehr kommentarlos gelesen & akzeptiert werden müssen, auf der anderen
Seite können aber auch juristisch anfechtbare Inhalte oder Werbung platziert
werden.
Unter Berücksichtigung der massiven Spam-Attacken von Gewerbetreibenden und
der Tatsachen, dass ...
"Wikipedia und YouTube jüngst im US-Wahlkampf missbraucht wurden, um Lügen
über politische Gegner zu verbreiten" *3 stellt sich uns vor allem die
Frage: Wer darf Kommentare löschen, und wann !?
Die bedeutendsten Nachteile sind somit:
- Manipulativere Eingriffsmöglichkeiten
- Höherer redaktioneller Aufwand
Fazit
Das Netz wird durch die Web 2.0-Technologien benutzerfreundlicher und
interaktiver.
Dabei sollte nicht vergessen werden, dass dies einen größeren Planungs-
& Programmierungs-Aufwand erfordert und nur einen Vorteil bringt, wenn
die Techniken gezielt einsetzt werden, denn sonst kann die Web 2.0-Präsenz
auch schnell wie eine Dorfkirmes wirken.
Außerdem sollte noch berücksichtigt werden, dass ...
- nur 0,16 % der Besucher von YouTube selbst Videos einstellen,
- nur 0,2 % der User von Flickr Fotos hochladen und, dass
- Wikipedia mit 4,6 %, eine der höchsten Beteiligungen aufweisen kann.
*4
Dennoch steigt die Anzahl der Web 2.0-Portale und das nicht ohne Grund.
Web 2.0 + Semantisches Web = Web 3.0
Für einen ähnlichen Hype hat vor einigen Jahren der Begriff "Semantisches
Web" gesorgt.
Eine Definition des Begriffs ist, dass Daten nicht nur für Menschen, sondern
auch für Maschinen lesbar dargestellt werden sollten; was - in erster Linie -
über XML realisiert wird.
"Das Semantische Web wird oftmals mit dem Web 2.0 in Zusammenhang gebracht.
Beide verfolgen ein ähnliches Ziel, die Qualität vorhandener Informationen
auf semantischer Ebene zu verbessern. Jedoch bedienen sich beide sehr
unterschiedlicher Ansätze. Eine künftige Zusammenarbeit von
Semantic-Web-Instrumenten mit Web 2.0-Technologien wird gelegentlich auch als
'Web 3.0' bezeichnet." *5
_______
Quellen:
* c't, heise Verlag, Hannover, Ausgabe 6/'07 - S.
112
*1http://de.wikipedia.org/wiki/Web2.0 (24.4.2007)
*2http://www.oreilly.de/artikel/web20.html
(27.4.07)
*3 c't, heise Verlag, Hannover, Ausgabe 25/'06 - S.
95/96
*4http://www.maclife.de/index.php?module=pagesetter&func=viewpub&tid=1&pid=2576
(27.4.2007)
*5http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web
(24.4.2007)











